Wissen
Haltung & Ethik
Tarot legt sich nicht neutral. Wie man liest und was man sagt, hat Folgen — für den Fragenden und für Menschen, die gar nicht am Tisch sitzen.
Einwilligung
Man liest für Menschen, die das wollen — und nicht über abwesende Dritte, den Ex, die Kollegin. Das verletzt deren Privatheit und bringt ohnehin nur die Projektion des Fragenden, nicht die echten Gedanken der anderen Person. Solche Fragen formt man zum Fragenden hin um: Nicht „Was denkt sie über mich?“, sondern „Was brauche ich in dieser Beziehung?“.
Keine Schicksalssprüche
Karten zeigen Möglichkeiten, keine Gewissheiten. Die Zukunft ist offen. Nie eine Deutung als unabänderlich hinstellen — schon gar nicht bei Gesundheit, Tod, Trennung oder Geld. Und Tarot ersetzt keinen ärztlichen, rechtlichen oder finanziellen Rat.
Der Ton
Der Locus of Control bleibt beim Fragenden: Eine gute Legung endet mit Handlungsspielraum, nicht mit Ohnmacht. Auch der Turm, der Tod und die Zehn der Schwerter lassen sich ehrlich benennen, ohne Angst zu machen. Das ist die Tarodemie-Stimme.