Tarodemie
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Tarot & Psychologie

C. G. Jung hat Tarot nie direkt behandelt, aber drei seiner Begriffe sind die gängigste moderne Erklärung dafür, wie Kartenlegen funktioniert.

Archetypen

Das kollektive Unbewusste enthält nach Jung universelle Muster — der Held, der Schatten, die Große Mutter, das Selbst. Die 22 Großen Arkana geben diesen unsichtbaren Mustern ein Bild. Die Reise des Narren liest sich dann als Individuation: der Weg des Ichs zur Ganzheit.

Projektion und Synchronizität

Im mehrdeutigen Kartenbild erkennt man das eigene Material — die Karte liefert kein Urteil von außen, sondern einen Spiegel. Und dass gerade diese Karte gerade jetzt fällt, ist nicht Ursache und Wirkung, sondern ein bedeutungsvoller Zufall, an dem sich Nachdenken entzündet. Jung nannte das Synchronizität.

In dieser Lesart ist das Deck ein Denkwerkzeug: Es zwingt zu einer Perspektive, die man von selbst nicht eingenommen hätte. Genau die Haltung, aus der Tarodemie gebaut ist.

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